Anders [2] Diesmal: Brasilianer sein

Vorgestern hat Debbie (meine Mitfreiwillige: hier ihr Blog) ihre ersten Brasilianer außerhalb der Familie kennengelernt.
Sie hat genauso reagiert wie ich und dadurch wird einem nur mehr bewusst, wie offen und brasilianisch alle sind.
Das sind so meine, bzw. unsere Eindrücke:

Die Mädels, die mit Danny am Modelwettbewerb teilnehmen, sind alle übelst interessiert – mal was Neues, so zwei deutsche Mädchen.
Natürlich wurden wir auch alles mögliche gefragt, zum Beispiel welche Autos wir selber in Deutschland fahren (den Modellnamen kannten sie nicht) oder wie unsere Eltern zu unsrem Projekt hier stehen.

Zeit ist übrigens wirklich spürbar relativ. Vermutlich war Albert Einstein einfach in Brasilien, als er das herausgefunden hat. Da kommt man mit Danny zu der 9 Uhr Probe um 9.15 Uhr, also so gut wie pünktlich und dann heißt es trotzdem warten. Allerdings „chillen die alle ganz schön hart“ (Debbie) und mit ein paar Kleinigkeiten zum Essen überbrückt man die Zeit mit Schwätzen… Um 10 Uhr gings dann in den Raum und so 10 Minuten später dann sogar los mit Üben…
Noch ein Zeitbeispiel: Heute war der Wettbewerb (um 16 Uhr) und Danny sollte schon eine halbe Stunde früher da sein. Also waren wir so Viertel vor 16 Uhr da – Da wurde grade noch der Laufsteg aufgebaut. Um 18.30 Uhr hat es dann tatsächlich angefangen…

Soundtrack zum Wettbewerb von der „brasilianischen Beyoncé“  gibts in diesem Youtube-Clip:

(In dem super angesagten Lied geht es um Frauenpower)

Die Jungs sind auch offen: Jedes Mädchen mit einem Selbstwertproblem sollte nach Brasilen reisen. Dann wird sie erstmal wegen ihrer tollen Augen und Aussehen beschwatzt. Und kräftige Oberschenkel? Hier total in. (Brasilianerinnen machen Workout dafür oder haben sogar Implantate) Brasilianische Models sind zwar dünn, aber anscheinend keine Jungsmagneten.
Auch fehlende Sprachkenntnisse werden sie von nichts abhalten: Man zeigt einfach auf seinen Kumpel am Tisch und sagt: „Beautiful? Beautiful?“. Oder auf sich: „Friends? Friends?“ usw.
Alles ganz normal hier. Ich bin froh, dass ich ihnen mittlerweile schon ein bisschen mehr sagen kann. Sollte mir was zuviel werden, schimpf ich ich mit ihnen wie die Tias mit den Kindern 😉

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