Einige Strandweisheiten und Mee(h)r

…Mehr bedeutet, ich versuche mal die letzte Zeit zusammenzufassen:

Debbie und ich werden so langsam selbständiger – und dadurch, dass ich sie quasi 24h/Tag bei mir habe, kommt es mir mittlerweile schon fast so vor, als würde ich so schon länger kennen. Es passiert aber auch mehr: Wir versuchen uns im Cookies oder Pfannkuchen backen, oder bestaunen gemeinsam unsere Unordnung (beide schuldig).

Debbies Lieblinge :)

Ja, mit dieser Kaugummisüchtigen verbringe ich hier meine Zeit! Bei brasilianischen Kaugummiempfehlungen wendet euch an sie, sie rächt sich dann, wenn es um meine „tolle“ Orientierung geht 😀 Und sie treibt mich zum Vokabellernen an, wir funktionieren ganz gut 🙂

Neu zu unsren Lieblingsbrasilianern ist Danivilly gekommen, die andere Tochter von David und Nivia. Jetzt testen wir, wie es uns durcheinander bringt, zwei Dannys (Danivilly und Dannilly) im Haus zu haben!

Mit Debbie und brasilianischer Begleitung war ich heute schon früh am Strand, dabei bekamen wir einiges erklärt:

  • es ist unerhört, dass wir nicht viel zu den Sachsen wissen, das ist schließlich unsere Geschichte der Deutschen
  •  „Das Amazonasgebiet muss man nicht gesehen haben, da kann man eh nur fischen oder ein paar Tiere beobachten.“ (Meinung zweier Brasilaner)
  •   mit dem 21. Geburtstag ändert sich überhaupt nichts. Und wie ihr dürft dann nach der Probezeit nach mit Promille fahren? Dafür wird man hier schlimmer bestraft, als wenn man mit einer Haschzigarette erwischt wird!
  •   trotzdem gibt es immer „the brasilian way“ zu leben, daher findet es niemand schlimm, Regeln zu beugen 😀

Danach bin ich noch in die Kirche gegangen, nach dem Auftakt zum Missionsmonat gab es heute auch was ganz neues:  ich war im Kindergottesdienst! Da hab ich dann auch mal die Andacht verstanden 🙂 (so viel zu meinem Sprachniveau hier. Es klappt aber mittlerweile ganz gut)
Und ich habe ihnen „Er hat die ganze Welt in seiner Hand“ singen begebracht. Nächsten Sonntag verfeinern wir das noch, die Begeisterung dafür ist da 🙂

Das sollte eigentlich auch bei den Kindern in meiner Schulklasse klappen! (Debbie und ich werden es hoffentlich demnächst versuchen! 😉 ) Seit ein paar Tagen bin ich in der Klasse der 5-6-Jährigen (Jardim 3) – dort gibt es mehr Küsschen der Kinder für mich, und ich werde mehr ausgefragt (Sag mal „Schule“. Sag mal „Tisch“. Sprichst du Englisch? Setzt du dich zu uns an den Tisch?).

Und die kommende Woche kommt noch neues auf mich zu: Wir werden uns den Unterricht der älteren Kinder mal anschauen, und tadaaaam: Ich habe tatsächlich meinen ersten Gitarrenunterricht hier!

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