Wer aufhört, besser werden zu wollen, hört auf, gut zu sein. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Was mache ich  nach 12 Jahren Lernen und Abi?
Weiterlernen.
Zumindest ist das gerade die Realität 🙂 (Und damit kann ich vermutlich auch für Debbie sprecen)
Es gibt auch so wahnsinnig viel zu lernen hier. (Und man sollte meinen, wenn man als Deutsche nach Brasilien kommt, kann man am besten Brasilien etwas beibringen)

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Oben auf dem Bild seht ihr das Ergebnis unseres Schminkunterrichts (♥-lichen Dank an Dannilly & zuletzt auch Dannivilly, meinen modebewussten Gastschwestern).

Dann ist normales Reden hier natürlich immer eine Art Sprachtraining. Und wir wechseln grad ziemlich locker zwischen Englisch (Danilly), Deutsch (Debbie&Danivilly) und Portugiesisch (alle, wir Deutsche versuchen das zumindest). Dazu versuchen Debbie und ich uns zum Vokabel und Grammatiklernen zu motivieren – und nehmen Unterricht beim Gastvater.
Die Kultur lernt man so nebenbei kennen.
Wusstet ihr, dass es hier normal ist, einem weiblichen Baby Ohrlöcher stechen zu lassen? Da hat es noch keine Angst davor 😀

Dazu kommen noch Erfahrungen mit den Kindern dazu – Debbie malt fleißig Kunstwerke für die Kinder, wir sind am Aktionen planen. Und natürlich haben die Kleinen jeden Tag neuen süßen Unsinn im Kopf. 😉  Oder wir sitzen bei den Großen mit drin und checken ab, wie viel wir von brasilianischem Matheunterricht verstehen.

Außerdem gab es jetzt mehrere Koch-/Backversuche:

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(hier gibts auch Bilder von unseren sensationellen Kässpätzle!)
Debbie und ich werden WG-reif. 😉 Und die „deutschen“ Berühmheiten im Supermarkt nebenan.

„Sing mal irgendwas.“ – „Alle meine Entchen … “  –> und schon wurden kurz die Akkorde dazu improvisiert und plötzlich klingt es brasilianisch (für mich klingt die Gitarrenmusik hier immer nach Strand & Urlaub)
Meine Gastmama hat mir zu meinen langersehnten Gitarrenstunden verholfen. Und zum liebsten Gitarrenlehrer, den ich je getroffen habe. In der ersten Stunde musste ich mich aber dann erst mal darauf einstellen, dass ein C oder C-Akkord hier plötzlich „Do“ heißt. Das wird dann nach der lateinischen Tonleiter weitergeführt, die aber leicht ins Portugiesische abgewandelt wurde 😉
(Die Musiker unter euch ahnen also schon: Do – Ré (He) – Mi – Fá – Sol – La – Si – Do)
Dafür strahlt mein Lehrer einfach aus, wie sehr er mich gern unterrichtet: Er hätte nie damit gerechnet eine Deutsche zu unterrichten, erzählt glücklich allen möglichen Leuten von unserem Unterricht, findet meine Schreibweise von „Symphonie de Beethoven“ toll und möchte eine Übersetzung von „Deus é amor“ – „Gott ist Liebe“. Diese Ruhe, die der ältere Herr ausstrahlt, kommt von Herzen.
Er hat mir außerdem eine Gitarre zum Üben mitgegeben, weil er die von David als schwer spielbar empfand (der Bundabstand variiert tatsächlich von 2mm – 1cm) 🙂
Und wenn er spielt (meist Melodien, aber dann auch locker kurz Bossa Nova, im Jamaika-Stil…) denkt man sich immer nur: „Das will ich auch können!“

Also heißt es weiter fleißig lernen. 😉 Hier sollte man eigentlich noch Surfen/Tanzen/Brasilianisch Kochen lernen/… ausprobieren, wer weiß was wir alles noch anstellen…

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