…Noch mehr Rio? Ohja, bitte!

Was macht Manu denn noch so auf ihre *schnief* letzten Tage?
Wir haben es mal geschafft zum Zuckerhut zu kommen!
Für diejenigen die es gerade nicht wissen: Das sind zwei Berge, auf die man mit Seilbahnen hochfahren kann (man kann aber auch auf den ersten hochwandern ;))

SAM_5272 - KopieEs ist stressfreier anzustehen als beim Christo, weil viele Leute in eine Kabinen reinpassen. Und man kann ein kleines Museum besichtigen und sich dabei fragen, warum diese Seilbahn gebaut wurde… Es gibt zwar keinen wirklichen Grund, sie zu bauen (es waren einfach nur zwei Berge), aber es ist doch eine tolle Touriattraktion geworden!
– Laut Wikipedia in Deutschland geplant und damals noch eine Herausforderung, weil es eine der ersten Gondeln dieser Art war.
„Der Blick vom Christo war aber cooler!“, meinte dazu Debbie. Und der ist auch etwas höher gelegen… Es war trotzdem cool, und anscheinend soll es da meine so wahnsinnig ersehnten Tucans geben! 😮 Leider hatten wir nicht so viel Glück. 😉

Nachdem wir also die kostenpflichtigen Sehenswürdigkeiten hinter uns haben, nahmen wir an einer Free-Walking-Tour teil: Super Sache, witzige Frührerin, alles auf Englisch, international (wir haben einen coolen Inder kennengelernt!) und dazu unsere einheimischen brasilianischen Freunde (die vieles auch noch nicht wussten) – und dann noch gratis (bzw auf Trinkgeld-Basis). 🙂

SAM_5396 - KopieWir wurden zu dieser berühmten Konditorei (Confeitaria Colombo) gebracht, und ein Titanic-Feeling kam auf 🙂 Mal schaun, ob wir da noch zu einem stilvollen Kaffeetrinken vorbeikommen…

Weitere faszinierende Eindrücke:

  • Die erste Favela enstand vermutlich mit der Verbietung der Sklaverei – es gab keinen neuen Beschäftigungs- oder Wohnungsplan für die neuen Bürger… So mussten die sich irgendwo etwas suchen.
  • Cariocas (in Rio geborene) haben einen anderen Akzent wie der Rest von Brasilien, weil alle so reden wollten, wie die Königsfamilie. Hier sagt man oft „sch“ was sonst alle „s“ aussprechen… So passt das ganz gut wieder zu Debbies und meinem Schwäbischeinfluss – isch doch ganz praktisch?
  • Der erste König von Portugal hatte wahnsinnig Angst vor Krabben 😉
  • weitere interessante Infos schlummern grad versteckt in meinen Hirn 🙂

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SAM_5413 - KopieDazu gibt es noch eine berühmte Treppe, die Escadaria Selaron… Will jemand raten, wie lange Selaron (der Küstler) an der Fließentreppe gearbeitet hat?

22 Jahre! Irre.

Und last but not least noch ein Vorgeschmack auf das, was morgen beginnt (wenn man die Vorfeiern nicht mitzählt):

SAM_5366 - KopieKarneval kommt! WUHUUU

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Nein!!! Nicht aufhören!

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Mit solchen Gefühlen stiegen wir nach unserer Reise wieder in den Flieger nach Rio zur Gastfamilie. Neugierig geworden? Lasst euch mitnehmen…

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Diese Stille des Amazonas. Exotische Schönheit und dazu passend einen megacoolen Ami, der sich beschwert, dass man „fucking nothing“ sieht 😀 (Vielleicht sollte man nicht mit der Erwartung nach Manaus (die  größte Regenwaldstadt) kommen, dass hinter jeder Ecke eine Anakonda lauert. Das ist der Glücksrisikofakor in der Wildnis 😉 – Wir haben auch schon 2h vergeblich nach einem Faultier gesucht, das wir vom Baum holen könnten. Echtes Abenteuerfeeling tut sich aber auch schon bei einer Dschungelübernachtung auf…

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Übrigens können diese Kerle springen, und Vögel attackierten… deshalb ja Vogelspinne 😉 ??????????????????????????????? IMG_2966 - Kopie - Kopie

Regenwaldführer sind schon harte Kerle. Aber unserer war der einzige Führer dort, der vorne auf dem Boot kauert, und den fliehenden Aligatoren hinterhertaucht 😮
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BEEAM! HEADSHOT! SO WIRDS GEMACHT!

Dann passierte plötzlich das „Wunder von Salvador“: Wir kommen an und erfahren: Morgen steigt das größte Festival außerhalb das Karnevals! Wenn man nur 2 Tage dort eingeplant hat und das dann zufällig da reinfällt… Perfekt. Das ist dann im Gegensatz zum sehr berühmten, lebendigem Karneval auch etwas friedlicher… ABER EIN MORDSSPASS!
Zusammen mit einer kleinen Gruppe aus unserem Hostel, unserem Führer (der am Ende leider echt betrunken war :o) ging es ans Mittanzen, Capoeira bestaunen und stolze 6 km laufen ???????????????????????????????Schildkrötenprojekt TAMAR, am Praia do Forte (kurz vor Salvador)
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IMG-20140131-WA0003 ??????????????????????????????? ???????????????????????????????   Traumstrände von Joao Pessoa – immer gut mit unseren deutschen Führern unterwegs zu sein –  Freunde meiner Mutter, die schon 30 Jahre als Missionare in Brasilien leben ???????????????????????????????Buggyfahrt in den Sanddünen von Natal

In Salvador ich gehe in meiner Beziehung zu Debbie einen Schritt weiter *Trommelwirbel*: Ich habe sie meinen Eltern vorgestellt. Ja, meine Eltern haben Urlaub in Brasilien gemacht! Schließlich ist es ganz geschickt, wenn sie ein Auto mieten, das noch Platz hat. Dafür reden wir dann Portugiesisch (zumindest soll es das sein), was immer gut ist hier.
Insbesondere, wenn es auch mal schief läuft. Brasilien hört nie auf, dich zu überraschen.

  • Die Autovermietung holt meine Eltern nicht wie vereinbart ab und will plötzlich mehr Geld – also ein anderes mieten
  • Bankautomaten, die uns alle kein Geld mehr geben wollen
  • Eine Autopanne mitten in der Nacht auf der Linha Verde. Und niemand hält an, sehr seltsam. Nach einer Stunde hatten wir dann Glück und ein Straßenarbeiter hilft uns mit viel Einsatz weiter! Am nächsten Tag kriegen wir dann auch mit, dass wir nachts schon wegen Überfallgefahr nicht hätten fahren sollen – Daher hält auch niemand an.
  • Nudeln mit Vierkäsesoße essen (man hat uns mittlerweile erklärt, 4 Käse und die Hitze ist einfach keine gute Idee) und wachen am nächsten Morgen alle krank auf
  • Brasilianische Hostels in Straßen finden, wo die Nummer 501 neben 134 ist

Dazu noch sehr coole Reisebekanntschaften, auch viele Leute, die alleine herumreisen (ja, sogar Mädchen in Südamerika :o), und unglaubliche Lebensgeschichten, über die man ein Buch schreiben könnte.. Euch allen kann ich nie gerecht werden (außerdem sprecht ihr kein Deutsch haha), aber an dieser Stelle möchte ich einem netten Franzosen danken, der uns geholfen hat, mit brasilianischen Taxifahrern umzugehen – sonst wäre es mit dem Flug vielleicht knapp gewesen…

Ich will wieder in ein Flugzeug steigen!

Hinaus in die große Welt. Oder zurück nach Deutschland (mich mit Bretzeln vollzustopfen!!)
Genauer gesagt, weiß ich gerade gar nicht, was ich gerade will: hier in der Gastfamilie sein oder in die Heimat.
Hmm, meine Zwischenlösung, dass ich noch (Karneval!)Zeit habe, aber schon die Tage zählen kann, finde ich dann eigentlich ganz gut.
Bis bald also!