Nein!!! Nicht aufhören!

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Mit solchen Gefühlen stiegen wir nach unserer Reise wieder in den Flieger nach Rio zur Gastfamilie. Neugierig geworden? Lasst euch mitnehmen…

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Diese Stille des Amazonas. Exotische Schönheit und dazu passend einen megacoolen Ami, der sich beschwert, dass man „fucking nothing“ sieht 😀 (Vielleicht sollte man nicht mit der Erwartung nach Manaus (die  größte Regenwaldstadt) kommen, dass hinter jeder Ecke eine Anakonda lauert. Das ist der Glücksrisikofakor in der Wildnis 😉 – Wir haben auch schon 2h vergeblich nach einem Faultier gesucht, das wir vom Baum holen könnten. Echtes Abenteuerfeeling tut sich aber auch schon bei einer Dschungelübernachtung auf…

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Übrigens können diese Kerle springen, und Vögel attackierten… deshalb ja Vogelspinne 😉 ??????????????????????????????? IMG_2966 - Kopie - Kopie

Regenwaldführer sind schon harte Kerle. Aber unserer war der einzige Führer dort, der vorne auf dem Boot kauert, und den fliehenden Aligatoren hinterhertaucht 😮
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BEEAM! HEADSHOT! SO WIRDS GEMACHT!

Dann passierte plötzlich das „Wunder von Salvador“: Wir kommen an und erfahren: Morgen steigt das größte Festival außerhalb das Karnevals! Wenn man nur 2 Tage dort eingeplant hat und das dann zufällig da reinfällt… Perfekt. Das ist dann im Gegensatz zum sehr berühmten, lebendigem Karneval auch etwas friedlicher… ABER EIN MORDSSPASS!
Zusammen mit einer kleinen Gruppe aus unserem Hostel, unserem Führer (der am Ende leider echt betrunken war :o) ging es ans Mittanzen, Capoeira bestaunen und stolze 6 km laufen ???????????????????????????????Schildkrötenprojekt TAMAR, am Praia do Forte (kurz vor Salvador)
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IMG-20140131-WA0003 ??????????????????????????????? ???????????????????????????????   Traumstrände von Joao Pessoa – immer gut mit unseren deutschen Führern unterwegs zu sein –  Freunde meiner Mutter, die schon 30 Jahre als Missionare in Brasilien leben ???????????????????????????????Buggyfahrt in den Sanddünen von Natal

In Salvador ich gehe in meiner Beziehung zu Debbie einen Schritt weiter *Trommelwirbel*: Ich habe sie meinen Eltern vorgestellt. Ja, meine Eltern haben Urlaub in Brasilien gemacht! Schließlich ist es ganz geschickt, wenn sie ein Auto mieten, das noch Platz hat. Dafür reden wir dann Portugiesisch (zumindest soll es das sein), was immer gut ist hier.
Insbesondere, wenn es auch mal schief läuft. Brasilien hört nie auf, dich zu überraschen.

  • Die Autovermietung holt meine Eltern nicht wie vereinbart ab und will plötzlich mehr Geld – also ein anderes mieten
  • Bankautomaten, die uns alle kein Geld mehr geben wollen
  • Eine Autopanne mitten in der Nacht auf der Linha Verde. Und niemand hält an, sehr seltsam. Nach einer Stunde hatten wir dann Glück und ein Straßenarbeiter hilft uns mit viel Einsatz weiter! Am nächsten Tag kriegen wir dann auch mit, dass wir nachts schon wegen Überfallgefahr nicht hätten fahren sollen – Daher hält auch niemand an.
  • Nudeln mit Vierkäsesoße essen (man hat uns mittlerweile erklärt, 4 Käse und die Hitze ist einfach keine gute Idee) und wachen am nächsten Morgen alle krank auf
  • Brasilianische Hostels in Straßen finden, wo die Nummer 501 neben 134 ist

Dazu noch sehr coole Reisebekanntschaften, auch viele Leute, die alleine herumreisen (ja, sogar Mädchen in Südamerika :o), und unglaubliche Lebensgeschichten, über die man ein Buch schreiben könnte.. Euch allen kann ich nie gerecht werden (außerdem sprecht ihr kein Deutsch haha), aber an dieser Stelle möchte ich einem netten Franzosen danken, der uns geholfen hat, mit brasilianischen Taxifahrern umzugehen – sonst wäre es mit dem Flug vielleicht knapp gewesen…

Ich will wieder in ein Flugzeug steigen!

Hinaus in die große Welt. Oder zurück nach Deutschland (mich mit Bretzeln vollzustopfen!!)
Genauer gesagt, weiß ich gerade gar nicht, was ich gerade will: hier in der Gastfamilie sein oder in die Heimat.
Hmm, meine Zwischenlösung, dass ich noch (Karneval!)Zeit habe, aber schon die Tage zählen kann, finde ich dann eigentlich ganz gut.
Bis bald also!

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Was euch mein kleiner Engel sagen möchte…

 

Polly„Miiiiiaaaao“ – Feliz Natal.

Polly, unsere kleine verrückte Katze liebt jedenfalls ihren „Kletter“baum 🙂
Und mit ihr wünsche ich euch allen noch frohe Weihnachten!

Wie es heute Abend für mich weitergeht:
Weihnachten selber wird ab dem 24. Dezember gefeiert und zu meiner größten Überraschung geht man dazu nicht in die Kirche. Das Krippenspiel findet einfach ein paar Tage früher statt. Stattdessen trifft die ganze Familie (hier die väterliche Seite, >20 Personen) sich abends gegenn 20 oder 21 Uhr.
Es gibt ein bisschen was zu essen und man unterhält sich gut. Ab Mitternacht kommt dann der eigentliche Part: ein sehr sehr reiches Essenbuffet  „ceia“ (je nach Familienbudget). Jede Familie wichtelt und versucht dann, die Person zu erraten, von der das Geschenk stammt.
Die Geschenke gibts dann nach dem Essen. Allerdings sind die Geschenke hier auch nicht so wichtig oder so richtig üblich, meine Gastschwester meinte, vermutlich bekommt sie nichts. Kinder sind was anderes, die werden sicher was bekommen (allerdings liegt es nicht unter dem Baum. Bei dem Christbaum, der ca. meine Größehat, ist es noch wichtig, dass der Halter unter einem hübschen Tuch/Rock verdeckt ist!

Am 25. trifft sich dann die mütterliche Seite von meiner Gastfamilie, zum „Kaffee und Kuchen“ bzw. den Mittagssnack um ca. 17 – 18 Uhr. (Eine von den 4 Mahlzeiten hier) Hier wird wieder gewichtelt, aber es wird nicht mehr so groß gefeiert wie an Heilig Abend.

Mein Weihnachtswunder

Nico und Shane

Nico im WeihnachtsbaumDas sind meine süßen Engel Nico (der den Weihnachtsbaum erklettert) und Shane! Leider haben sie eine traurige Vergangenheit, denn meine Gastschwester hat sie auf der Straße gefunden. Vermutlich ausgesetzt und ca. 4 Wochen alt.

Wir sehen sehr oft Streuner auf der Straße, hauptsächlich Hunde – das gehört hier leider auch dazu.

Aber meine zwei hübschen sind noch für ein paar Tage da, bis sie sich erholt haben und zur Adoption ausgesetzt werden 🙂 Das ist sozusagen das allercoolste verspäteste Geburtstagsgeschenk dieses Jahr!

Abseits der üblichen Pfade

Auch wenn ihr euch das so nie so vorstellt, es hat heut fast den ganzen Tag geregnet. Wir haben hier sozusagen Aprilwetter im November: ein – zwei Tage so kalt, dass du einen Pulli anziehen kannst, dann wirds wieder extrem warm, dann mal so halbwarm bewölkt….

Und dann steht du schonmal in der Hitze vor der Weihnachtsdeko der Schule.  Es fehlt ja nur noch ein Monat! Übrigens gehörn zum Schmuck auch kleine Weihnachtsmänner, der warmangezogene Weihnachtsmann – und ich hab auch schon mal Deko-Schneeflocken entdeckt. So feiert man also Weihnachten im Hochsommer! Der unechte Weihnachtsbaum, der so groß ist wie ich, ist aufgestellt. (Wer hat sich eigentlich den Tannenbaum als Christbaum ausgedacht? In Isreal würde man die doch auch nie finden :D) Über das heiße „Weihnachten“ berichte ich dann, wenns es vorbei ist. Den Kindern erklären wir nächste Woche dann so Dinge wie Adventskalender, Plätzchen, Adventskranz, dass man an Weihnachten in die Kirche geht

Wenn wir nicht gerade sowas machen, versuchen wir weiter untouriste Sachen zu erleben. Daher haben wir mal im Inneren vom Bundesstaat Rio de Janeiro ein Wochenende bei Studienkollegin von unsrer Gastschwester verbracht:

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Vor uns liegt Valenca, und diese irren grünen Hügel (die man auf dem Bild leider nicht so gut sieht) hätte ich nie erwartet…
Auf der Busfahrt haben wir ein Wälchen Eukalyptusbäume gesehen, und leider haben wir die Faultiere, die es dort geben soll, nicht entdeckt.
Dafür aber Rodízios. Das sind All-you-can-eat-Restaurants, nur dass es kein Buffet gibt. Stattdessen kommt alle paar Minuten ein netter Mensch mit einer anderer Platte (je nach Rodizioart Pizza/Churrasco(Gegrilltes)/Nudeln/…) und fragt, ob du was davon möchtest.

Recreio

Wellen

Aber es gibt ja in dem Bundesland auch Strände: Hier waren im Rio, fernab der Touristrände (im Recreio), weil es dort einen Surf-Wettbewerb gab. Ich kann gar nicht sagen, was mich mehr beeindruckt hat; die 2m-Wellen oder die Surfer. Auch wenn das noch  auf „Amateur“-Ebene war, aber mit Teilnehmern aus ganz Brasilien.
Das endloses Busfahren dorthin hat sich gelohnt! (Hier wollte ich mal erwähnen, dass wir öfters mal lang im Bus sitzen. Werdet dankbar über Deutschlands Infrastruktur!)

Der 5 Minuten Fußweg zu einer anderen Kirche (igreja concressional)  hat sich aber echt gelohnt. Wir haben unsre erste Gebetsnacht (so eine Art  Nachtgottesdienst) und wurden super-♥lich empfangen.
So klingt die Musik dort z.B. in einem normalen Gottesdienst: Mighty to Save (Hillsong)

Hier gibt es auch die Diskussion über englischsprache Lieder nicht, sondern man singt einfach Übersetzungen. Es kann ja eh keiner Englisch 😉 Und der Pfarrer hat den E-Bass übernommen 🙂
Ab und zu singt man hier aber auch mal zu Playback, es gibt Chore (mein Weihnachtschor wird bei der Aufführung zu Playback singen), einfache portugiesische Lieder oder alte Klassiker aufgepeppt – die Musik ist der größte Unterschied  „normalen“ deutschen Gottesdienst.
Mein Gastvater hat mal gefragt, warum das bei uns so anders ist – worauf man jetzt viel sagen könnte, und ich immer noch nicht genau weiß, was.

Last but not least: 
ein Fußballerlebnis von mir: (Und das von jemanden, der nicht mal die WM übermäßig spannend findet) Man stelle sich 11 motivierte, brasilianische Jungs pro Team vor. Allerdings kriegt jetzt jeder noch ein Mädchen an die Hand und darf es nicht loslassen. GAUDI! Und das erste Fußballspiel, das wirklich Spaß gemacht hat 🙂

„Ein Lächeln ist wie Marmelade auf dem Toastbrot“

– Das ist ein Zitat des bekannten Sängers João Alexandre (hier ein Link zum Reinhören) während eines Gottesdienstes-

Wirklich passend fand ich das als Deutsche, weil hier Marmelade meistens nicht auf dem Frühstückstisch steht. Die ist teuer hier, aber (salzige) Margarine tuts ja auch 🙂

Ich bin mittlerweile schon 3 Monate hier, fast Halbzeit!

Zeit für ein Rückblick-Fragerunde!

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Also, wie ist mein Eindruck nach 3 Monaten?

Mir gefällt es hier immer noch sehr 🙂 Wir haben tolle Leute kennengelernt und ins schöne Brasilien reingeschnuppert… (Die Palme vorm Haus ist immer noch cool!) Und Reisen ist auf jeden Fall eins meiner Lieblingshobbies 🙂 Was mich auch dazu bewegt hat, hier den Karneval noch miterleben zu müssen…

Wie klappt das mit der Sprache?

Das kommt immer drauf an… Eigentlich ist es doof, sowas als Deutsche gefragt zu werden, die Brasilianer um mich herum wissen das doch viel besser 🙂
Ich rede immer noch viel Deutsch/Englisch, einfach weil Danny und Debbie so viel um mich rum sind… Ich komm mittlerweile durch, und es wird besser – und ich bin grad dabei, ein portguiesisches Buch zu lesen (anstrengend, weil mir noch die Vokabeln fehlen…)Aber es wird besser…

Wie ist es so, Debbie fast 24h/Tag um sich herum zu haben?

Es lässt sich gut mit ihr leben 🙂 Wir werden übrigens stääändig gefragt, ob wir Schwestern sind. (Nein.) So richtig auf die Nerven sind wir uns immer noch nicht gegangen – aber wir haben ja noch Zeit dazu 🙂 Es ist jedenfalls auch gut, sie an meiner Seite  zu haben. Sie checkt nämlich meine deutsche, christliche, mädchen- und portugiesischlernende Perspektive 🙂 (Ich finde jetzt grade keinen besseren Ausdruck dafür :D)

Was nimmst du von hier mit? Was wird dich vielleicht verändern?

  • den Effekt, dass du plötzlich vollkommen unnütz bist, einfach weil dir die Sprache fehlt.
  • Wertschätzung so alltäglichen Dingen wie Sicherheit, Gesundheitssystem, Möglichkeiten, fehlende Korruption… Oder auch Spannbettlaken 😉
  • einfach Leute anzuquatschen kann super Gelegenheiten bieten… Und das Gefühl wenn sich jemand unerwartet kurz für dich, mit der kaum vorhandenen Sprache, Zeit nimmt. Was den Tag für diese Person  verändert, aber eigentlich nicht viel Aufwand ist. Denk an das Marmeladen-Brot-Lächeln 🙂 Hier sind die Leute alles so marmeladenmäßig freundlich! (Nachteil des Ganzen: Du wirst nicht wirklich kritisiert. Wenn es irgendwo Probleme gibt, wird einfach nicht darüber geredet – also kannst du nie so wirklich sicher sein, was man über dich denkt. Aber für die paar Monate hier ist es super 🙂 )
  • Das natürlich nicht immer alles einfach ist, und schon dreimal nicht so, wie man sich alles vorstellt. Zum Beispiel, wenn du nicht sofort loslegen kannst, weil jemand für dich anrufen muss. Oder alles nach brasilianischer Zeit läuft. Übrigens regnet es gerade, während ich diesen Blogeintrag schreibe. Vermutlich erzählt/schreibt jeder eher über Highlights als über schwierige Momente – aber es gibt sie trotzdem. Ist aber kein Weltuntergang.
    In all dem einfach mal gechillter bleiben. Wir haben mal ca. 45min wegen einem Problem in einer Schlange vor Kasse gewartet – und niemand hat gemault. Was ist auch schon Zeit 😉

Lieblingsmomente?

Mein erstes richtiges Gespräch mit Nivia am 2. Tag (wir haben kommuniziert! 😉 und es war sehr herzlich,
zahlreiche witzige Momente mit den Kindern,
bei einem Wochenendausflug aufwachen mit den Meeresrauschen,
Sandburgen bauen mit David und Debbie, brasilianische Musik am Strand,
leckeres Zeug zum ersten Mal essen (tolle Früchte, Açaí, das selbstgemachte Eis, bolo de batata,…),
und einige Gespräche, besonders auf Portugiesisch, wenn du das noch gar nicht gut kannst – und jemand den Aufwand betreibt, trotzdem mit dir zu reden… – Um mal das aufzuzählen, was mir gerade einfällt.

Und da kommen sicher noch ein paar dazu 🙂

Die spinnen, die Brasilianer! (heute in 9 Bildern)

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Wenn frau sich jetzt unbedingt modisch fühlen will, dann lasst es mich eure Bestellungen wissen.  Oder wenn ihr meint, dass das in eurem nächsten Geschenk für (hier Namen eurer Wahl einfügen) nicht fehlen sollte 😉

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Echter Geheimtipp: eine Palette éuros schon für 0,99 Reais! (= ca. 33ct)
(Vielleicht wäre das was für die Griechen :D)

Und jetzt findet die Gemeinsamkeiten zwischen den 2 Bildern…

Beide sind süß (das rechte ist eine Süßkartoffel 🙂 )

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Das ist der quasi-Dauerzustand meines Bettlakens. Es gibt mir das Gefühl schon herunterzufallen, wenn auch nur ein Flo drüber läuft…

Spannbetttücher gibt es, aber eigentlich nur für Doppelbetten.

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Ich gebe schon zu, dass ich das kaputt gemacht habe (sie saß schief, und das will man dann ausgleichen… Mist…)

Worauf ich eigentlich hinweisen will, ist, dass brasilianische Optiker nicht mit meiner (Swich it)Brille zurechtkommen. Es gibt hier weder diese Plastikteile, die auf der Nase aufliegen; noch können sie die Brille auf mich anpassen.

(Zur Erklärung: Ja, auch der Bügel eines Gestells sitzt schräg. Dieses Plastik erwärmt mein Optiker sonst immer dafür – diese Technik scheint es hier nicht zu geben…)
Aber sie waren so freundlich, es gut zu putzen 🙂

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„Schon genug getrunken?“ – „Ja klar, grad erst 0,51 Liter!“
Und es gibt noch andere komische „Gewichtsklassen“… Dann ist die 2,75 Liter Flasche daneben auch gar nicht mehr so auffällig (und übrigens auch nicht die größte ihrer Art).

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Man erkennt es etwas schlecht, aber hier sieht man billigen Einbrecherschutz: Einfach ein paar Glasflaschen einbauen. (Das wirkt dann genauso wie die Spitzen des reichen Nachbarn.

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Darf ich euch jemanden vorstellen?
Da mich hier niemand damit aufzieht, dass ich klein bin, hat sich unser Duschkopf vorgenommen, mich trotzdem daran zu erinnern. Und wenn ich mich sehr bemühe, ihm entgegen zu kommen, kann man sogar mit ihm über Wassertemperaturen reden… (Und ich bin nicht die Einzige in diesem Haushalt, der das so geht!)

Weil mir das in noch einem Haus begegnet ist, frage ich mich mittlerweile ob der Designer oder die Technik kleine-Menschen-rassistisch ist. (Und ob er mit 1,70m auf die Welt gekommen ist)

Die Massensucht der Brasilianer: Fotos.

Nach 2 Monaten, in denen immer was dazwischen gekommen ist, überrascht mich eins sehr:
Es ist gar nicht kompliziert, von hier nach Rio zu kommen. „Du hast noch nie einen Bus nach Rio gesehen?!“ – Im Endeffekt fährt direkt von der nächsten Bushaltestelle ein Bus direkt ins Zentrum… Es steht aber „Castello“ und nicht Rio darauf… 😉

…Und von dort aus gehts z.B. weiter in die Sahara.
Sára, so nennen die Brasilianer ein Einkaufsviertel (viele billige Accessoires!) oder auch die Sahara.

Aber in Rio kann einem noch viel mehr passieren:

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Wir sind einem Mann begegnet, der Aras als Haustiere hat. Die hatte er einfach so beim Zeitungslesen mit dabei.
(Es ist für unsere brasilianische Begleitung immer witzig zu sehen, wie Debbie und ich ausrasten;) )
Sehr passend dazu, dass letztens der Anmationsfilm „Rio“  im Fernsehen lief 🙂

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Hier kommen wir zu Fotos mit (mehr oder weniger) bekannteren Sehenswürdigkeiten 🙂

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Und dann noch zu ganz aktuellen Themen hier. Keine Sorge, als wir da waren, war nur ein Bruchteil der Demonstranten da. Später hat mir dann meine Gastschwester dieses Foto geschickt. Und bei der nächsten Gelegenheit wurden wir auf eine paar Zelte aufmerksam gemacht: Dort übernachten Demonstrierende schon einen Monat lang.
Eine gute Freundin von Danivilly war auch bei einer Demo mit Polizeieinschreitungen – darüber musste ich sie natürlich ausfragen.
Sie konnte nicht alles überblicken, aber wirkliche Randale der Demonstranten hat sie nicht gesehen. Dann hat die Polizei kurz hinten und vorne abgesperrt und mit Pfefferspray + (Softair?) Geschosse alle attakiert… Das es so heftig werden würde, hätte sie nicht gedacht.
Ob Brasilien sich ändern kann? Es gibt viele Gründe dafür, zu demonstrieren – und für eine Änderung. (Sie hat z.B. erwähnt, dass Brasilien viel ::::: gibt, die Benzinpreise hier aber sehr hoch sind – es kommt einfach nichts bei der Bevölkerung an, es gibt eine unglaubliche hohe Schere von Arm und Reich, …)
Allerdings spricht gegen eine Änderung der Verhältnisse auch, dass die Schulbildung hier dich NICHT dazu erzieht, Dinge zu hinterfragen oder sich zu widersetzen. Die meisten Brasilianer lesen keine Zeitung und bekämen von Weltgeschehen eben nicht viel mit…
Wer will kann sich jetzt noch „Elite Squad“ anschauen, preisgekrönter Film über Rio & Korruption/Polizeieinsätze (ich bin gerade auch dabei ihn zu schauen). Oder den oben erwähnten Anmationsfilm Rio, wenns lustiger sein soll 🙂

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Debbie und ich freunden uns immer mehr mit den Schülern hier an – und es ist erstaunlich, wie viel lockerer der Unterricht hier läuft… Oder wie oft man hier von den kleineren geknuddelt wird 🙂
– Oder wie fotosüchtig selbst die Lehrer sind. Wir haben jetzt aber unglaublicherweise sogar 2(!) Mädchen getroffen, die nicht aufs Foto wollten. Deshalb ist es nie ein Problem Fotos zu machen. Oder zu spät zu kommen.

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Dann gibt es noch Gaby, die von Danilly grade gefüttert werden muss, weil sie nicht mehr richtig isst. Wie man sieht, liebt Gaby es so, dass sie mittlerweile Schutzkleidung tragen muss, damit Danilly nicht völlig verschrammt wird 🙂