Was euch mein kleiner Engel sagen möchte…

 

Polly„Miiiiiaaaao“ – Feliz Natal.

Polly, unsere kleine verrückte Katze liebt jedenfalls ihren „Kletter“baum 🙂
Und mit ihr wünsche ich euch allen noch frohe Weihnachten!

Wie es heute Abend für mich weitergeht:
Weihnachten selber wird ab dem 24. Dezember gefeiert und zu meiner größten Überraschung geht man dazu nicht in die Kirche. Das Krippenspiel findet einfach ein paar Tage früher statt. Stattdessen trifft die ganze Familie (hier die väterliche Seite, >20 Personen) sich abends gegenn 20 oder 21 Uhr.
Es gibt ein bisschen was zu essen und man unterhält sich gut. Ab Mitternacht kommt dann der eigentliche Part: ein sehr sehr reiches Essenbuffet  „ceia“ (je nach Familienbudget). Jede Familie wichtelt und versucht dann, die Person zu erraten, von der das Geschenk stammt.
Die Geschenke gibts dann nach dem Essen. Allerdings sind die Geschenke hier auch nicht so wichtig oder so richtig üblich, meine Gastschwester meinte, vermutlich bekommt sie nichts. Kinder sind was anderes, die werden sicher was bekommen (allerdings liegt es nicht unter dem Baum. Bei dem Christbaum, der ca. meine Größehat, ist es noch wichtig, dass der Halter unter einem hübschen Tuch/Rock verdeckt ist!

Am 25. trifft sich dann die mütterliche Seite von meiner Gastfamilie, zum „Kaffee und Kuchen“ bzw. den Mittagssnack um ca. 17 – 18 Uhr. (Eine von den 4 Mahlzeiten hier) Hier wird wieder gewichtelt, aber es wird nicht mehr so groß gefeiert wie an Heilig Abend.

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Wollt ihr das Beste hier sehen?

Meine Schätzchen <3

Das sind meine 2 Schatzis auf ihrem Lieblingsplatz.
Debora, die Katze hat sich in dein Bett verliebt. (Debora, die andere Freiwillige kommt schon in 2,5 Wochen) Wir sind aber dabei, sie immer wieder zu verjagen…
Du willst hier ja schließlich schlafen 🙂

Meinem Bett und mir gehts weiterhin gut, letztens war hier so ne Art Jugendtreff – ich bin voller Ehrfurcht vor den Gitarristen hier. Es wird einfach alles ohne Liedblätter gesungen und gespielt. Ich sollte mir hier jemanden suchen, der’s mir besser beibringt…
Das ist hier schon der größte Unterschied, auf die Gemeinde bezogen: die Musik. Es gibt in jedem Gottesdienst Bandmusik, am Mikrofon und Instrumenten junge Erwachsene. Und mehr Publikum…
Letzten Sonntag war schon wieder ein bekannterer Sänger da, und es gab ein Gemeindeessen (Churrasco = Gegrilltes. Das Standartessen für Feierlichkeiten. Nicht ganz so meins…).
Aktionen gibts hier anscheinend auch passend zum Monat: Der nächste ist, wenn ich mich richtig erinnere, den Kindern gewidmet. Es gibt aber auch einen für die Familie, mit z.B. mal einem romantischen Candle-Light-Dinner für alle Pärchen/Eheleute…
Das ist doch mal was 🙂

Die letzten Tage wars kälter, jetzt kommt endlich die Sonne wieder raus. Was meine Schule nicht daran hindert, die Ventilatoren einzuschalten – es ist echt kalt dort -.- (WARUM tun sie das?? Morgen komm ich mit Jacke.)
Letzte Woche konnte ich dann mehr mithelfen, weil eine der Tias 2 Tage nicht da war. Was auch schwierig war. Wenn ich jetzt auf Portugiesisch sagen kann, „Setz dich“ heißt das ja dann nicht, dass die Kinder das machen…
Mein Versuch, „Bello, dein Knochen ist weg“ zu spielen, war auch nicht glorreich. Aber mein Portugiesisch verbessert sich ja noch. 🙂
Und die Tia ist wieder da. 🙂 Heute hab ich sogar eine Blume von einem Mädel bekommen.  😉

Dann ist da noch Alexandre. Ein verträumter Junge mit langen Locken. Leider zu verträumt, dass es normal sein kann. Was er genau hat, weiß ich nicht, es wurde mir nur auf Portugiesisch erklärt. Er steckt voller Energie, und das ist manchmal nicht leicht in der Gruppe – er kann manchmal eben gar nicht aufhören, auf dem Stuhl zu schaukeln. Oder warten, bis er an der Reihe ist.
ich wüsste echt gern, wie man solche Kinder genauer fördert… Was würde meine Mädchenkreisleiterin wohl dazu sagen?

Weil die Schule der Kleinen erst mittags losgeht, verschlaf ich die Morgende meistens.
Also, verabredet euch morgens mit mir zum Skypen. Dann steh ich auf und hab mehr vom Tag! 🙂

NOSSA!

Ihr erinnert euch bestimmt alle an dieses „Nossa, Nossa“ – Lied, das wir alle nicht mehr hören können. „Nossa“  (jetzt nicht das Lied) hört man hier öfter, es is so eine Art „Wow! Wahnsinn! Mega! Super! Irre!“.

Also: NOSSA war es, zwei Tage lang das Papa-Lied der Kinder als Ohrwurm zu haben (ja, es nervt nach dem 20ten Mal üben; auch wenn ich jeden Übungstag den Text einen Tick besser verstehe);
mit meinem brasilianischen Make-Up bin ich NOSSA (= Kompliment) ;
die Leute in brasilianischen Realityshows sind NOSSA (= ziemlich irre. Realityshows scheinen immer schlecht zu sein. Brasilianische Telenovelas sind immerhin mit guten Schauspielern besetzt);
die Katze ist NOSSA, wenn sie jeden möglichen Trick anwendet, um an Essen zu kommen (letztens hat sie Magarine gegessen. Kein Scherz.);

…und ich habe brasilianische Musik für mich entdeckt! NOSSA! Das heißt, ich liebe sie.

João Alexandre war gestern in unserem Abendgottesdienst,ein bekannter Musiker aus São Paolo.
Es ist NOSSA, dass Glaube und Musik keine Sprachgrenzen kennen, und eben trotzdem echt berührend sein können. Demnächst werd ich mir mal eine CD von ihm besorgen, dann kann ich euch vielleicht auch was zu den Texten sagen. Aber hört rein, es lohnt sich (schon allein sein Gitarrenspiel ist einfach nur NOSSA-ich will auch!!)

Wer eher auf Chris Tomlin und z.B. „God of This City“ steht, kann es mal mit der brasilianischen Version versuchen (hierbei geht ein Dank an Nicolas Blog, für den Tipp):