NOSSA!

Ihr erinnert euch bestimmt alle an dieses „Nossa, Nossa“ – Lied, das wir alle nicht mehr hören können. „Nossa“  (jetzt nicht das Lied) hört man hier öfter, es is so eine Art „Wow! Wahnsinn! Mega! Super! Irre!“.

Also: NOSSA war es, zwei Tage lang das Papa-Lied der Kinder als Ohrwurm zu haben (ja, es nervt nach dem 20ten Mal üben; auch wenn ich jeden Übungstag den Text einen Tick besser verstehe);
mit meinem brasilianischen Make-Up bin ich NOSSA (= Kompliment) ;
die Leute in brasilianischen Realityshows sind NOSSA (= ziemlich irre. Realityshows scheinen immer schlecht zu sein. Brasilianische Telenovelas sind immerhin mit guten Schauspielern besetzt);
die Katze ist NOSSA, wenn sie jeden möglichen Trick anwendet, um an Essen zu kommen (letztens hat sie Magarine gegessen. Kein Scherz.);

…und ich habe brasilianische Musik für mich entdeckt! NOSSA! Das heißt, ich liebe sie.

João Alexandre war gestern in unserem Abendgottesdienst,ein bekannter Musiker aus São Paolo.
Es ist NOSSA, dass Glaube und Musik keine Sprachgrenzen kennen, und eben trotzdem echt berührend sein können. Demnächst werd ich mir mal eine CD von ihm besorgen, dann kann ich euch vielleicht auch was zu den Texten sagen. Aber hört rein, es lohnt sich (schon allein sein Gitarrenspiel ist einfach nur NOSSA-ich will auch!!)

Wer eher auf Chris Tomlin und z.B. „God of This City“ steht, kann es mal mit der brasilianischen Version versuchen (hierbei geht ein Dank an Nicolas Blog, für den Tipp):

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In Rio ist die Kriminalität gar nicht so schlimm…

…wie in Brasilia (der Hauptstadt), Goiânia (meine Organisation hat hier lange Freiwilligendienste angeboten), oder Sao Paolo.
Also, alles relativ.

Meine Gastmutter hat erzählt, dass hier in Rio de Janeiro den Freiwilligen nie etwas passiert ist. (Und die Familie hatte jetzt um die 5 Mädels bei sich). Selbst meinen Gasteltern, beide leben schon immer in Rio, ist auch noch nichts untergekommen.
Trotzdem spürt man es manchmal: Um das Haus herum ist eine hohe Mauer, man nimmt nie viel Geld mit, meine Gastschwester Danny legt ihre Vorlesungen auf morgens um, weil das nicht so gefährlich ist, …
Und sie will unbedingt in eine Kleinstadt ziehen, was sie dann auch bald tun wird.

Aber im Großen und Ganzen war ich echt überrascht: Rio ist also nicht die gefährlichste Stadt Brasiliens? 😉
Klassisches Touridenken entlarvt!
Apropos Touri, kennt ihr marokkanisches Weaterdancing? Meine Gastschwester ist davon voll begeistert, sie hat das mal getanzt.
Und sie war echt schockiert, dass ich es nicht kannte. Bin ich die einzige?

Noch eins zum Schluss:  JA, ich bin und bleibe vorsichtig.